Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Beiträge mit Schlagwort ‘Veganismus’

Vegane Fressekstasen

Heute Mittag in der Migros. Ich stehe zwischen den Regalen und schaue zu wie sich aufgetakelte Teeniegören mit Red Bull eindecken. Indezidiert und frei von Inspiration greife ich schliesslich zu einer Dose Erbsli und einem Volkornbrötli.

Nach dieser kulinarischen Enttäuschung beschliesse ich, zwecks abendlichen Kochplänen ausgedehnt einzukaufen. Im Bioladen finde ich mich dann plötzlich im Paradies der veganen Köstlichkeiten wieder und decke mich testhalber mit diversen Sojaerzeugnissen ein. Erdbeer Sojamilch von Provamel schmeckt #imfall köstlich und zeigt expemplarisch einen positiven Nebeneffekt von veganen Produkten: Sie sind nicht selten biologisch, frei von künstlichen Zusätzen, allergieverträglich, fairtrade oder wurden gar CO2-neutral hergestellt.

Die Entdeckung des Tages ist der Demeter-Räuchertofu von Taifun. Viele Menschen sehen bei vegetarischer Ernährung nur die Einschränkungen. Dabei gibt es diese andere Seite, die lustvolle Auseinandersetzung mit der Ernährung, die Entdeckung neuer Lebensmittel. Tofu zum Beispiel ist eine eigene Welt, vielfältig an Geschmacksrichtungen, Formen und Konsistenzen. Weit mehr als ein zweitklassiges Substitut für Fleisch. Aber das sehen wir Konsumenten nur, wenn wir uns dieser Welt mit einer aufklärerischen Geisteshaltung nähern.

Zusammen mit Auberginen, Marroni und Rotkraut verarbeitete ich den Räuchertofu schliesslich zu einem köstlichen Herbstmenü. Dazu passt übrigens hervorragend ein Glas Wasser. Ja, heute hatte ich Spass am Veganismus.

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Schwein gehabt

In meinem ersten Beitrag über Veganismus schrieb ich „es wird mir kaum gelingen, restlos auf tierische Produkte zu verzichten“. Was meinte ich damit?

Ingredients: Aqua, Sodium Laureth Sulfate, Cocamide DEA, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride, Polysorbate 20, Piroctone Olamine, Phenoxyethanol, Panthenol, Propylene Glycol, Dimethicone Propyl PG-Betaine, Mel, Citric Acid, Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride, Sodium Salicylate, Methylparaben, Parfum, Glycerin, Disodium EDTA, Linalool, Butylparaben, Ethylparaben, Zingiber Officinalis Root Extract, Limonene, Betula Alba Bark Extract, Isobutylparaben, Propylparaben, Salix Alba Bark Extract, Citral, Citronellol, Evernia Prunastri Extract, Benzyl Alcohol.

Dienstagsrätsel: Zu welchem Produkt gehören diese Zutaten? Und wer weiss, ob dieses Produkt Schwein enthält?

Via Merely Thinking, den Blog von @mmmatze, bin ich auf einen TED-Vortrag von Christien Meindertsma gestossen. Die gute Frau hat das Schwein mit der Nummer 05049 verfolgt. Aber seht selbst:

Ist konsequenter Veganismus also unmöglich? Nicht zwingend, denn die Vegan Society definiert Veganismus als „a way of living that seeks to exclude, as far as possible and practicable, all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing and any other purpose„.

Zum Glück kommt wenigstens Wasser noch ohne Schwein aus. Prost.

Veganer werden krank

Vorgestern beschloss mein Hals, sich zu entzünden und gestern ist auch der Magen zur Party erschienen. Heute haben sich die Spassvögel wieder etwas beruhigt. „Es geht etwas um“ sagten die einen, „jetzt stirbst du“ die anderen und doppelten mit „das hast du davon“ nach.

Kranke Veganer sind das Benzin der antiveganen Zeusler. Der Satz klingt viel zu dogmatisch aber lasst mich stolz sein auf diese literarisch einzigartige Analogie.

Nüchtern betrachtet haben der Partymagen und Kollege Hals wenig mit Veganismus zu tun. Nach zwei Tagen kriegt man keine Mangelerscheinungen und schwer zu verdauen war die Nahrungsumstellung sicher auch nicht. Kritische Leser dürfen gerne spekulieren, sollten aber an folgendes denken: Auch Nichtveganer werden krank.

Mein Menüplan war gestern etwas kurz und einseitig …

  • Frischer Fruchtsaft von der Migros
  • Tomatensuppe im nicht erwähnenswerten Restaurant
  • Pasta mit Tomatensauce vom Vortag
  • Nüsse

… aber ich war ja auch krank. Seit dem Start habe ich noch gar nie richtig gekocht aber zum Glück ist heute Sonntag. Es ist doch Sonntag, oder?

Schon jetzt möchte ich euch für all die Diskussionen zu meinem veganen Selbstversuch danken. Die Kommentare zu den ersten beiden Beiträgen haben mich gefreut und auch draussen auf der Strasse führte ich spannende Gespräche.

Ihr seid nette Leute, hat euch das mal jemand gesagt? Reines Quellwasser über euer Haupt!

Monatsthema Veganismus

Ich will das Bloggen systematischer angehen, mich aber nicht für immer in eine Nische begeben. Am liebsten möchte ich ein Thema über mehrere Wochen dokumentieren und mich dabei kräftig in die Details verbeissen. Gesagt getan, tadaaa: Mein Blog erhält ab sofort einen monatlichen Schwerpunkt.

Das erste Monatsthema lautet Veganismus. Ich werde in den kommenden vier Wochen auf tierische Produkte verzichten. Über die Gründe für dieses Thema werde ich später mal an einem ereignislosen Tag philosophieren.

Es wird mir kaum gelingen, restlos auf tierische Produkte zu verzichten, weil ich es mir sehr schwierig vorstelle. Aber genau das gilt es jetzt herauszufinden; ich will mit freigeistiger Einstellung handeln, lernen und teilen. Dabei freue ich mich nicht nur über interessierte Leser, sondern auch auf anregende Diskussionen. Und jetzt beginne ich den Monat als Veganer mit einem symbolischen Glas Wasser.