Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Beiträge mit Schlagwort ‘Spass’

Board5 Laax

Die schönsten Tage sind die, die man mit guten Freunden verbringt. Gleich drei solche Tage erlebte ich letztes Wochenende, als @schnellnicole, @pumuggel, @prunio und ich uns zum traditionellen Snowboard-Tweetup Board5 im Riders Palace in Laax einquartierten.

Der @pumuggel hat das Rohmaterial unserer Helmkameras zu einem Film zusammengeschnitten. Dass dieser Film kaum beeindruckende Snowboardtricks, dafür aber viel Après-Snowboard enthält, ist bezeichnend für diese Ausgabe von Board5. Das war aber ganz gut so.

Nach drei Tagen Münzezwätschge trinke ich nun wieder Wasser frisch von der Leitung. Und auch das ist gut so.

Advertisements

Projekt35

Der Mensch setzt sich Vorgaben um Ziele zu erreichen. Wenn Gerda gertenschlank werden will, dann ersetzt sie zwei Kotlett pro Woche durch Fitnessteller. Oder wenn Ernst es ernst meint mit dem Umweltschutz, dann lässt er das Töffli bei gutem Wetter stehen und geht zu Fuss zum Jassen in die Beiz.

Natürlich gelüstet es Gerda am zweiten Tag schon nach Cordon Bleu und Ernst ist so knapp in der Zeit, dass er ausnahmsweise doch das Puch Maxi S aus dem Holzschuppen holt. Beide erreichen Ihre Ziele nicht. Sie sind frustriert. Gerda geht nun zum Sternenwirt, wo die Kotletts links und rechts über den Teller hängen und Ernst nimmt sogar das Töffli um dem Nachbarn die Tierwelt aus dem Briefkasten zu stehlen.

Dabei könnte sich der Mensch doch Vorgaben setzen für Dinge, die er gerne tut.

Nehmen wir Markus als fiktives Beispiel. Markus fährt gerne Snowboard. Er hat sich vor zwei Wintern die Vorgabe gesetzt 21 Tage auf dem Brett zu stehen. Projekt21 hiess der Plan damals, wurde im folgenden Winter zu Projekt28 und heisst heute Projekt35. Die ersten acht Tage sind bereits Geschichte, 17 weitere hat Markus fix gebucht und die restlichen zehn werden sich spontan ergeben.

Dank seiner Vorgabe blickt Markus nicht erst am Ende der Saison auf einen grossartigen Winter zurück. Er weiss schon im Dezember, dass er viel Zeit mit Freunden verbringen wird, dabei einiges erlebt und neue Tricks lernt. Wie das aussieht haben Thomas der Hotelier und Jonas der Snowboard-Wingman in ihren Blogs dokumentiert.

Nicht fehlen darf natürlich ein Après-Ski Geheimtipp. Bestellt doch das nächste Mal ein heisses Wasser mit Zwetschgenschnaps und Zucker.

Gürteltierschnaps unter Freunden

Gestern feierten wir ein Fest. Ein gutes Fest. Ob es dabei um meinen Geburtstag ging oder einfach um das fröhliche Beisammensein, spielt am Ende keine Rolle. Wie immer hat David alles schon sauber dokumentiert. Lest es euch bitte kurz durch, ich warte unterdessen.

Neben den erwähnten @lossenka, @kusito, @christianhirsig, @aennu, @hosae, @aendu, @turbotifi, @pictura, @dasrecht, @dworni, @souslik waren ausserdem zugegen: @mgafner, @leumund, @kailash_yoga, @uelih, @simuh, @markwaber, @d_tschan, @ironcode, @justcolors, @rawyler, @annasto sowie Anu, Eveline, Janis, Sabine, Corina, Ramona, Claudia, Stifi, Stini, Meli, Luki, Vogi und Caroline. Die Twitterer waren also in der Überzahl.

Früher hatte man Freunde im sogenannten richtigen Leben und als Nerd zusätzlich ein paar Freunde im Internet. Diese beiden Gruppen sahen sich natürlich nie. Zum Glück ist das heute anders. Wir treffen uns mit Leuten, die wir via Internet kennen und halten per Internet Kontakt mit Kollegen aus der Schulzeit. Alle sind sie einfach Freunde, also Leute, die aus einem durchschnittlichen Leben ein grossartiges Leben machen. Vielen Dank an die Freunde, die mit mir feierten.

Jetzt trinke ich ein Schlücklein Wasser aus einem der Zinnbecher, die ich gestern erhielt. Natürlich konnten sich einige nicht an den Hinweis halten, keine Geschenke zu bringen. Nun bin ich ausgerüstet, mit nützlichen Dingen für die Zeit nach der Pensionierung.

Seniorenresidenz

„Kinder, am Samstag besuchen wir Grossvater im Altersheim.“

Liebe Freunde. Freut ihr euch aufs Alter? Essen, lästern und Besuch empfangen. Da ich diesen Samstag erneut in Richtung Pension schreite, wollen wir das mal üben. Ich bin der Grossvater, ihr die Verwandten und meine Wohnung die Seniorenresidenz.

Ihr besucht mich, weil ihr ein schlechtes Gewissen habt. Wann ist egal, der Grossvater ist ja eh da:

  • Am Morgen zum Brunch
  • Nachmittags um Geschichten über den Krieg zu hören
  • Abends zum Essen
  • Spätabends für einen Umtrunk
  • Nachts um mit Grossvater die Sau raus zu lassen
  • Von früh bis spät in der Hoffnung auf Erbschaft

Es dürfen alle kommen, auch ganz entfernte Verwandte. Ihr lernt Leute kennen und der Grossvater ist glücklich weil im Heim mal wieder rambazamba ist.

Also nochmals für die, bei denen der Kopf nicht mehr recht will:

Samstag 30. Oktober 2010, ganzer Tag
Im Domicil Souslik am Seidenweg 30 in Bern

Geschenke müsst ihr nicht mitbringen, das hat der Grossvater bis zu eurem Geburtstag sowieso vergessen. Essen und Trinken mitbringen ist zur Not erlaubt. Der Grossvater hat zwar alles im Haus, aber er weiss halt nicht, was bei den Jungen heute so in ist.

Lasst doch kurz einen Kommentar liegen, falls ihr zu erscheinen gedenkt. Dann weiss die Tante, die euch nicht mag, dass sie nicht kommen darf und ich weiss, wie viele Pflegerinnen ich aufbieten muss. Daran halten braucht ihr euch nicht, das Gedächtniskchchkhchckkch… Wasser kdchchd … Blutverdünner … quer kcröckelchchch… im Hals.

Spreewaldgurken, Gemüseteller und Pferde

Plötzlich türmt sich die Arbeit, Prüfungen wollen gelernt sein und für private Projekte bleibt kaum noch Zeit. Darunter gelitten hat mein Blog, zum Glück aber nicht das vegane Experiment. Eine Zusammenfassung der letzten Tage.

Bernerhof-Starhotelier Thomas Frei und Feinkost-Guru Patric Lutz luden die Twittergemeinde zum tweet up – slow down in Gstaad ein und viele sind gekommen. Darunter auch ich, der eklige Veganer. Gemeinsam verbrachten wir ein Wanderwochenende voller Erlebnisse und herzlicher Gastfreundschaft. Auch wenn ich ein paar nichtvegane Delikatessen verpasst habe, so gab es immer noch genügend pflanzliche Köstlichkeiten an denen ich mich laben konnte. So zum Beispiel die original Spreewaldgurke, welche mich auf der Wanderung begleitete. Vielen Dank Thomas und Patric!

Etwas weniger gediegen ging es unter der Woche weiter. Ein Strategieworkshop verschlug mich in ein Hotel, das seine besten Tage hinter sich hat. Natürlich, neben dem Bernerhof sieht jedes Hotel aus wie ein chilenischer Stollen. Das Personal jedoch verdient ein Kompliment: Das Wort vegan beim Einchecken genügte und ich erhielt während der gesamten Aufenthaltsdauer einwandfrei vegane Menüs – meist gesunde und leckere Gemüseteller.

Generell habe ich mir das auswärtige Veganertum schwieriger vorgestellt. Meist finde ich etwas auf der Karte und wenn nicht, dann hat ein kurzes Gespräch mit dem Kellner noch immer geholfen. Wie viele Köche mir schon ins Essen gespuckt haben, das weiss ich hingegen nicht.

Erfolgreich schlug ich mich auch letzten Sonntag durch, als ich mit zwei Cousinen und meiner Gotte zwecks Geburtstagsfeier die Cafés und Restaurants in Interlaken unsicher machte. Ich konnte nicht alles essen was ich wollte, fand aber immer etwas, das mir schmeckte. Und dann plötzlich – ich so auf der Kutsche mit den drei Damen – fragte ich mich, ob es denn vegan sei, sich von einem Pferd ziehen zu lassen. Vermutlich nicht.

Aber so geht es halt, zwischendurch rassle ich aus Unwissen oder Unüberlegtheit in die Falle. Den Spass an meinem Experiment lasse ich mir nicht verderben. Jetzt ein Schluck Wasser, da kann ich wenig falsch machen.

Vegane Fressekstasen

Heute Mittag in der Migros. Ich stehe zwischen den Regalen und schaue zu wie sich aufgetakelte Teeniegören mit Red Bull eindecken. Indezidiert und frei von Inspiration greife ich schliesslich zu einer Dose Erbsli und einem Volkornbrötli.

Nach dieser kulinarischen Enttäuschung beschliesse ich, zwecks abendlichen Kochplänen ausgedehnt einzukaufen. Im Bioladen finde ich mich dann plötzlich im Paradies der veganen Köstlichkeiten wieder und decke mich testhalber mit diversen Sojaerzeugnissen ein. Erdbeer Sojamilch von Provamel schmeckt #imfall köstlich und zeigt expemplarisch einen positiven Nebeneffekt von veganen Produkten: Sie sind nicht selten biologisch, frei von künstlichen Zusätzen, allergieverträglich, fairtrade oder wurden gar CO2-neutral hergestellt.

Die Entdeckung des Tages ist der Demeter-Räuchertofu von Taifun. Viele Menschen sehen bei vegetarischer Ernährung nur die Einschränkungen. Dabei gibt es diese andere Seite, die lustvolle Auseinandersetzung mit der Ernährung, die Entdeckung neuer Lebensmittel. Tofu zum Beispiel ist eine eigene Welt, vielfältig an Geschmacksrichtungen, Formen und Konsistenzen. Weit mehr als ein zweitklassiges Substitut für Fleisch. Aber das sehen wir Konsumenten nur, wenn wir uns dieser Welt mit einer aufklärerischen Geisteshaltung nähern.

Zusammen mit Auberginen, Marroni und Rotkraut verarbeitete ich den Räuchertofu schliesslich zu einem köstlichen Herbstmenü. Dazu passt übrigens hervorragend ein Glas Wasser. Ja, heute hatte ich Spass am Veganismus.