Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Beiträge mit Schlagwort ‘Kommunikation’

Kreativität

Ich weiss, ihr wollt keine Videos sehen, die länger als 5 Minuten dauern. Und wenn ich jetzt noch sage, dass es heute nicht um kleine Kätzchen… HEY, SO WARTET DOCH! Na gut, ihr dort hinten mit den Vokuhilas dürft gehen. Die anderen nehmen ein Glas Wasser und schauen sich bitte diese zwei TED-Referate von Sir Ken Robinson an. Und zwar aus Gründen:

  1. Das Thema: Kreativität und wie unser Bildungssystem sie zerstört.
  2. Der Referent: Ken Robinson zeigt keine Folien, er erzählt Geschichten.


TED2006


TED2010

Ich weiss, die Videos sind schon etwas älter und gingen bereits um die Welt. Aber sie sind halt so sehenswert, dass ich sie trotzdem noch verbloggen darf. Sir Ken Robinson führt übrigens auch eine Website, twittert und schreibt Bücher.

Der Neue im Wald

Erinnert Ihr euch noch, wie ich meinen Traumjob suchte? Zuerst einmal vielen Dank für eure Unterstützung. Sie hat gewirkt.

Heute berichten persoenlich.com, Werbewoche, BPRG und Klein Report übereinstimmend, dass ich eine neue Stelle angetreten hätte. Na gut, wird wohl stimmen. Angeblich handelt es sich um eine Stelle als Projektleiter bei der Berner Kommunikationsagentur Klarkom. Da kann ich mir nur gratulieren.

Die Stelle ist mir tatsächlich aufs Geweih geschneidert. Ich kann mich einbringen als wendiges Wiesel der Onlinekommunikation und lerne von den erfahrenen Füchsen der klassischen Kommunikation. Dass Klarkom auf Nachhaltigkeit spezialisiert ist, kommt mir als Ökoratte zusätzlich entgegen. Im gleichen Wald wohnen auch unsere Freunde von by the way communications. Mit ihnen führen wir eine enge Partnerschaft und suchen darum immer öfter gemeinsam Beeren und Nüsse. Es macht Spass, im Wald der Kommunikation.

Und an alle Kinder, die mitlesen: Wenn ihr eine schöne Fabelmetapher bastelt, dann gebt euch nicht zwei verschiedene Tierarten. Das wäre peinlich. Wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigt, der Büffel begibt sich zum Wasserloch.

versprechen

meine lieben freunde oder besser: freunde von freunden und derer die so tun als ob,

zum zweiten mal möchte ich herrn tschannen auf seinem blog als gastautorin beglücken – oder beleidigen, je nach auffassung des gnädigen gastgebers. zur auswahl stand eine erörterung bezüglich nützlichkeit der weltherrschaft im aktuell beschissenen zustand, ein vortrag von leslie, der dummen, dicken, armen kuh, die keine freunde findet, weil sie stinkt beim scheissen – oder dieser nette, süsse, vor empathie triefende beitrag zu einem sogenannt besseren leben. (moment – der sexy barkeeper hat meine schoggimilch viel zu heiss gemacht (ich hoffe das ist sein statement zu meiner person). ich muss mich aufrührerischen blickes beschweren!)

nun gut.

da mir jeglicher übergang von einleitung zu haupttext misslingt, muss ich einfach beginnen. ich berichte aus einem buch der tolteken. aus einem furchtbar reisserisch, pathetisch, miserabel geschriebenen eso-buch (don miguel ruiz, „die vier versprechen“), das ich niemandem zu lesen empfehle. die message, however, finde ich absolut mitteilenswert.

das buch handelt von vier versprechen, die ich mit mir selber und dem leben eingehe. bevor ich mich diesen vier neuen versprechen zuwenden kann, muss ich mir bewusst machen, was ich bereits mit mir und dem leben vereinbart habe. es handelt sich dabei um (moralische) grundsätze, ansprüche und erwartungen an mich, mein leben oder andere menschen, regeln, muster, undsoweiter. ich  trenne mich von all diesen fürchterlichen, über viele jahre eingeprägten altlasten und wende mich gleichzeitig den folgenden, simpel klingenden, edlen, vier versprechen zu:

1. „wähle deine worte mit bedacht und sei untadelig mit ihnen.“

interessant und sehr einleuchtend an diesem ersten versprechen finde ich, dass man worte nicht nur gegenüber anderen menschen ausspricht, sondern auch gegenüber sich selber. angesprochen wird der eigene, innere richter, der ständig sein urteil über die eigenen taten vollzieht. eine kommentierende, einengende und urteilende innere stimme! werden wir ihn los, diesen pingeligen, strengen, peinigenden nichtsnutz!

das versprechen meint, dass man mit bedacht und umsicht denkt und spricht: ich richte nicht, formuliere keine bösartigkeiten, überdenke, was ich sagen will, um es erst dann auszusprechen. häm. was mir natürlich besonders schwer fällt, denn HOPP, ist es draussen! wasauchimmer!

2. „nimm nichts persönlich.“

denn was immer der andere sagt oder tut, beruht auf seiner eigenen geschichte und nicht auf meiner. was immer ich tue, tue ich meinetwegen – und genauso verhält sich das bei allen anderen menschen. wenn ich etwas persönlich nehme, gehe ich davon aus, dass der andere die welt durch meine augen sieht. dieses zweite, so banale versprechen verfolgt mich schon lange – tausendmal gehört – aber es tatsächlich einzuverleiben ist schwierig. wie schnell schliesse ich von mir auf andere, wie oft versuche ich mir ein verhalten zu erklären, wie oft bin ich beleidigt, oder ahle mich in einem lob! natürlich darf ich damit nicht jegliches verhalten von anderen entschuldigen! denn sehr wohl gibt es handlungen oder worte die mich verletzen.

dieses zweite versprechen geht hand in hand mit dem dritten:

3. „zieh keine voreiligen schlüsse.“

und bedeutet soviel wie: ich werte oder urteile nicht, ohne genau zu wissen, worum es geht (eigentlich urteile ich auch dann nicht.). ich frage! frage, was ich wissen will! frage, wenn ich das bedürfnis habe, etwas zu erfahren. ich rate nicht, und schliesse nicht von mir auf die anderen. und ich sollte auch nicht davon ausgehen, dass der andere weiss, was ich will.

4. „gib immer dein bestes.“

das vierte versprechen ist ein ermutigendes! eines, das mein herz anspricht. es motiviert dazu, dass man in jedem moment des lebens sein bestmögliches tut. es meint damit nicht, dass man sich stets über alle massen überfordern und beanspruchen muss, sondern mehr, dass man sich seiner energie gewahr wird, und dass man diese richtig einsetzt. dass man spürt, was man leisten mag und dies dann mit hingabe vollbringt. dass man mit körper, geist und seele an dem einem ort ist. keine zerstreuung. keine hetze. keine ablenkungen. schöpfe ich tatsächlich aus dem vollen, so werde ich nie ein schlechtes gewissen haben, denn ich weiss: ich habe mein bestes gegeben. dieses vierte und letzte versprechen geht meiner meinung nach mit dem zen gedanken einher: lebe im moment. geniesse den moment. mach das beste aus jedem moment und nimm diesen mit allen dir zur verfügung stehenden sinnen wahr.

was bleibt mir da noch anzufügen? ohja, ich habe mich geoutet, mich mit weiteren dingen zu befassen, als dass ich auf einer platt-form wie twitter zugeben würde. und ich gebe mich öffentlich zum abschuss frei. haut rein, eure kommentare, zerreisst mich! – denn wisst ihr was: ich nehms einfach nicht persönlich.

ich habe irgendwann beschlossen ein glücklicher mensch zu werden. und es scheint mir, als läge diese entscheidung tatsächlich in meiner hand.

Auf Traumjobsuche

Vor wenigen Wochen habe ich meine Stelle als Kommunikationsmensch -buddhist beim besten IT-Dienstleister aller Zeiten (Puzzle ITC) gekündigt. Nun halte ich Ausschau nach einem neuen Arbeitgeber, der mir ab 1. März 2011 abwechslungsreiche Aufgaben überträgt. Ich nenne es die Suche nach dem Traumjob.

Natürlich erwarte ich nicht, dass mir dank diesem Blogbeitrag der gebratene Tofu in den Mund fliegt. Ich werde Stellenausschreibungen durchforsten, Bewerbungen verschicken und hoffen. Dennoch: Immer mal wieder ist der klassische Weg nur einer von vielen. Und vielleicht kennt jemand von euch einen netten Chef, der gerade enthusiastische Kommunikationsmenschen -zenmönche sucht. Für diesen Fall habe ich auf der Hinterseite meines Blogs ein kurzes Online-CV gezimmert.

Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben oder noch helfen werden. Ich bin gespannt, was das Leben mit mir vor hat und aus wessen Wasserspender ich ab März trinken werde.

Edit: Stefan Herrmann als Komm-Dalailama hat natürlich treffend angemerkt, dass es nicht „Kommunikationsmensch“ heisst.

Brot auf dem Brett

Zum Geburtstagsfest der Brüder Vielarbeit und Wenigzeit erscheint Cousin Nochmehrarbeit. Dem seit Beginn anwesenden Kollegen Übersicht verleidet die Party und er macht einen französischen Abgang. Kurz darauf übergibt sich Priorisierung auf dem WC. Ihm war schon seit Stunden übel. Überraschend schaut spät am Abend auch noch der verschollen geglaubte Chaos rein und benimmt sich, als hätte er nichts dazu gelernt.

Avoir du pain sur la planche.

Brot auf dem Brett haben, so nennen wir bei Puzzle ITC dieses Problem. Oder zumindest die erste Stufe davon, viel Arbeit bei wenig Zeit. Wir ergreifen dann Massnahmen, um die weiteren Stufen zu vermeiden.

Diesen Mittwoch organisieren Tinu, Bruno und ich für unsere Kollegen einen Miniworkshop zum Thema Zeit- und Taskmanagement. Dabei wollen wir Tipps und Tricks austauschen. Wir werden uns gegenseitig Werkzeuge vorstellen wie Remember the Milk und Bücher wie Getting Things Done. Wir werden darüber philosophieren, wie wir die knappe Zeit einteilen und wie wir das noch besser tun können. Best Practices, sagt der Angelsachse.

Jetzt benötige ich eure Hilfe um das Programm abzurunden. Es gibt Leute, die nennen das Crowdsourcing oder Followerpower. Was sind eure Tipps fürs perfekte Zeit- und Taskmanagement? Wie seid ihr organisiert, welche Werkzeuge verwendet ihr und welche Bücher könnt ihr empfehlen? Selbstverständlich verblogge ich hinterher auch die Erkenntnisse aus unserem Workshop. Trinken wir ein Glas Wasser auf dieses Followercrowdpowersourcing.