Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

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Wie hättet ihr mich denn gerne?

leumund Ist es weil ich krank bin oder kommt euch die Berner Twitterszene um @souslik und @kusito in letzter zeit auch recht infantil vor?

Die Frage ist berechtigt, lieber Leu. Und obwohl sie nicht an mich gerichtet war, habe ich mal drüber nachgedacht. Twittere ich zu unseriös? Muss ich etwas ändern? Als Kommunikationsmensch will ich ja nicht sinnfrei wirken.

Kommunikationsexperten die ihr Wissen teilen hat es auf Twitter aber schon viele; in diese Kerbe will ich nicht schlagen, denn schliesslich bin ich kein Berater. Zudem macht mir das freizeitliche Unterhaltungstwittern zu viel Spass um es zu lassen. Nach einer kurzen Analyse meiner letzten Tweets sehe ich eigentlich wenig infantiles. Ich würde mich eher als jugendlich übermütigen und zwischendurch frech blödsinnigen Twitterer bezeichnen. Was ist eure Meinung?

Immer wieder trifft man auf folgenden Satz: „Ich twittere wie ich will, es zwingt euch ja niemand, mir zu folgen.“ Klar, das wird immer die letzte Wahrheit bleiben. Mich interessiert aber durchaus, welche Ansprüche meine Follower an mich haben, denn ich will ja, dass sie bei mir bleiben.

So warte ich ab, trinke ein Glas Wasser und frage euch: Wie hättet ihr mich denn gerne, so als Twitterer? Seid ehrlich.

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Sleepless in Brig

Fuzzy Time sagt es ist zwänzg ab eis, ich fasse mich kurz weil #müde.

Heute Mittag sass ich mit den vereinigten Berner Twitterfreunden zu Tische und verkündete, dass mein Leben mehr Rock’n’Roll benötigt. Sex und Drugs hatte ich schon ausprobiert, war aber ziemlich entäuscht.

Rock’n’Roll beginnt mit Spontanität und so beschloss ich, eine Reise nach Brig zu unternehmen. Völlig sinnlos halt. Begleitet hat mich der @brunosantschi weil Rock’n’Roll macht man ja nicht alleine.

Wider Erwarten steppte in Brig nicht der Bär und so plünderten wir den Selecta-Automaten. Maybe Baby tönte fancy klang interessant aber 5.40 reichten dafür nicht. Stattdessen kauften wir ein Twix, M&Ms und eine Packung Gummihamburger, purer Rock’n’Roll eben. Fertig, das ist die ganze Geschichte. Ich fühle mich wild.

Wer kreative Ideen für mehr Rock’n’Roll in meinem Leben hat, der möge mir einen Kommentar hinterlassen. Jetzt noch ein Glas Wasser und dann ab ins Bett. Morgen geht’s wieder richtig ab.

Gadgetaskese

Nie werde ich ein Apfelblogger sein, wahrscheinlich auch kein Androidenblogger. Ich werde mich selten über Kameras, Netbooks und Tablets auslassen weil mich der Plunder nicht mehr interessiert.

Die Ursache ist eine Gadgetaskese die ich mir vor Jahren auferlegt habe. Gründe dafür gab und gibt es viele:

  • Ökologie. Von grauer Energie über Batterien bis zum aufwändigen Recycling; Gadgets haben eine schlechte Ökobilanz.
  • Soziale Verantwortung. Menschen die Gadgets herstellen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, vom Rohstoffabbau bis zur Montage.
  • Gesundheit. Gadgets produzieren magnetische Felder und sind versetzt mit giftigen Weichmachern und Brandhemmern.
  • Finanzen. Gadgets kosten Geld, vor allem dann, wenn man sie als erster haben will, obwohl man sie eigentlich gar nicht bräuchte.

Die Gadgetaskese ist mein persönlicher Beweis, dass sich ein Mensch aus eigener Überzeugung ändern kann. Dies gerade weil ich früher verrückt war nach Hitech. Mit 17 kaufte ich eine teure Hi-8 Videokamera, die ich kaum benutzte und nach dem einsetzenden Digitalboom auch nicht mehr verkaufen konnte. Danach legte ich mir ein Psion PDA zu, das mir wider Erwarten auch nicht lange Freude bescherte. Etwas musste sich ändern.

Erstaunlich wie Verzicht die Zufriedenheit fördert. Heute fühle ich mich glücklicher als früher mit all den Spielsachen. Dabei verhalte ich mich lediglich gemässigt, denn ich besitze nach wie vor elektronische Geräte:

  • Ein 6-jähriges Notebook das meinem Arbeitgeber gehörte
  • Ein geschenkter Bildschirm und eine gebrauchte externe Festplatte
  • Ein älteres Android Handy mit guten aber günstigen Kopfhörern
  • Eine Spiegelreflexkamera mit dem Nötigsten an Zubehör
  • Eine Stereoanlage die mir seit 15 Jahren gehört und eine weitere alte Stereoanlage mit Plattenspieler, die ich gebraucht gekauft habe

Ich besitze dagegen bewusst keinen Fernseher, Drucker, Scanner, keine Mikrowelle, kein Tablet, Netbook, MP3-Player, … Es hat seine Zeit gebraucht aber heute löst weder der Besuch im Mediamarkt noch Daydeal einen Kaufwunsch in mir aus.

Trotz Askese entgeht mir nichts an Funktionalität. Ich kann tolle Fotos machen, Musik hören und einen Computer habe ich ja auch. Ich verzichte lediglich auf Dinge die ich nicht benötige, auf etwas Komfort und auf den neusten Schrei der Technologie. Und wirklich, es geht mir gut. So, jetzt ein Schluck Wasser.

Die Welt braucht keinen weiteren Blog

Nein wirklich nicht, niemand hat auf mich gewartet. Aber Erich Hess politisiert, Xavier Naidoo musiziert und Ed Hardy baut Snowboards. So ist es nun mal, die Welt ist voller Zeug das niemand braucht; ich kann gradsogut bloggen. Wer das liest ist folgerichtig selber schuld, hat meine Sympathie aber auf sicher.

Ihr dürft mir gerne helfen. Linkt mich, gebt mir Ratschläge oder klopft mir väterlich auf die Schulter. Souslik wird euch zum Vatertag ein Bier spendieren.