Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

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Gürteltierschnaps unter Freunden

Gestern feierten wir ein Fest. Ein gutes Fest. Ob es dabei um meinen Geburtstag ging oder einfach um das fröhliche Beisammensein, spielt am Ende keine Rolle. Wie immer hat David alles schon sauber dokumentiert. Lest es euch bitte kurz durch, ich warte unterdessen.

Neben den erwähnten @lossenka, @kusito, @christianhirsig, @aennu, @hosae, @aendu, @turbotifi, @pictura, @dasrecht, @dworni, @souslik waren ausserdem zugegen: @mgafner, @leumund, @kailash_yoga, @uelih, @simuh, @markwaber, @d_tschan, @ironcode, @justcolors, @rawyler, @annasto sowie Anu, Eveline, Janis, Sabine, Corina, Ramona, Claudia, Stifi, Stini, Meli, Luki, Vogi und Caroline. Die Twitterer waren also in der Überzahl.

Früher hatte man Freunde im sogenannten richtigen Leben und als Nerd zusätzlich ein paar Freunde im Internet. Diese beiden Gruppen sahen sich natürlich nie. Zum Glück ist das heute anders. Wir treffen uns mit Leuten, die wir via Internet kennen und halten per Internet Kontakt mit Kollegen aus der Schulzeit. Alle sind sie einfach Freunde, also Leute, die aus einem durchschnittlichen Leben ein grossartiges Leben machen. Vielen Dank an die Freunde, die mit mir feierten.

Jetzt trinke ich ein Schlücklein Wasser aus einem der Zinnbecher, die ich gestern erhielt. Natürlich konnten sich einige nicht an den Hinweis halten, keine Geschenke zu bringen. Nun bin ich ausgerüstet, mit nützlichen Dingen für die Zeit nach der Pensionierung.

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Seniorenresidenz

„Kinder, am Samstag besuchen wir Grossvater im Altersheim.“

Liebe Freunde. Freut ihr euch aufs Alter? Essen, lästern und Besuch empfangen. Da ich diesen Samstag erneut in Richtung Pension schreite, wollen wir das mal üben. Ich bin der Grossvater, ihr die Verwandten und meine Wohnung die Seniorenresidenz.

Ihr besucht mich, weil ihr ein schlechtes Gewissen habt. Wann ist egal, der Grossvater ist ja eh da:

  • Am Morgen zum Brunch
  • Nachmittags um Geschichten über den Krieg zu hören
  • Abends zum Essen
  • Spätabends für einen Umtrunk
  • Nachts um mit Grossvater die Sau raus zu lassen
  • Von früh bis spät in der Hoffnung auf Erbschaft

Es dürfen alle kommen, auch ganz entfernte Verwandte. Ihr lernt Leute kennen und der Grossvater ist glücklich weil im Heim mal wieder rambazamba ist.

Also nochmals für die, bei denen der Kopf nicht mehr recht will:

Samstag 30. Oktober 2010, ganzer Tag
Im Domicil Souslik am Seidenweg 30 in Bern

Geschenke müsst ihr nicht mitbringen, das hat der Grossvater bis zu eurem Geburtstag sowieso vergessen. Essen und Trinken mitbringen ist zur Not erlaubt. Der Grossvater hat zwar alles im Haus, aber er weiss halt nicht, was bei den Jungen heute so in ist.

Lasst doch kurz einen Kommentar liegen, falls ihr zu erscheinen gedenkt. Dann weiss die Tante, die euch nicht mag, dass sie nicht kommen darf und ich weiss, wie viele Pflegerinnen ich aufbieten muss. Daran halten braucht ihr euch nicht, das Gedächtniskchchkhchckkch… Wasser kdchchd … Blutverdünner … quer kcröckelchchch… im Hals.

Neues Thema

Mein veganes Experiment dauert noch bis am 22. Oktober. Ich habe die Schnauze nicht voll, aber ihr vielleicht. Wer der Stoffschüehli, Tofuplätzli und Sojajoghürtli überdrüssig ist, der darf gerne Vorschläge für künftige Monatsthemen abgeben.

Ein paar Ideen haben sich bereits in mein Hirn gebrannt, doch daneben hat es viele kahle Stellen. Erhitzet eure Brandeisen im Feuer der Kreativität und verschonet mich nicht. Denn eines soll euch stets bewusst sein: Ihr müsst den Plunder lesen, nicht ich. So trinke ich das heil’ge Wasser der Neugier und halte euch mein Haupt zu Füssen.

Tag der offenen Herzen

Da nehme ich mir einmal die Zeit, dringende Sachen zu erledigen und dann ruft Wornis Dävu den Tag der offenen Herzen aus. Zum Glück hat er alles Wichtige schon gesagt. Es fehlt nur noch meine persönliche Dankesliste.

Danke an …

  • alle, die im Internet intelligentes und humorvolles teilen.
  • die vielen Leser meines noch jungen Blogs.
  • alle, die mich auf Twitter ertragen.
  • diejenigen, welche mich dort nicht mehr ertragen.
  • meinen Arbeitgeber, der das Internet zu meinem Beruf macht.
  • Meine Freunde bei der Arbeit, die mit mir bloggen.
  • Hansruedi für den Lacher des Jahres. #bündnerfleisch
  • alle die mich inspirieren, und mir unvergessliche Momente schenken.
  • all meine Freunde, on- und offline.

Mir gefällt dieses Internet 3.0, das immer mehr mit dem Real Life zusammenwächst. Erheben wir unser Wasserglas darauf, dass noch viele grossartige Momente vor uns liegen.

Sleepless in Brig

Fuzzy Time sagt es ist zwänzg ab eis, ich fasse mich kurz weil #müde.

Heute Mittag sass ich mit den vereinigten Berner Twitterfreunden zu Tische und verkündete, dass mein Leben mehr Rock’n’Roll benötigt. Sex und Drugs hatte ich schon ausprobiert, war aber ziemlich entäuscht.

Rock’n’Roll beginnt mit Spontanität und so beschloss ich, eine Reise nach Brig zu unternehmen. Völlig sinnlos halt. Begleitet hat mich der @brunosantschi weil Rock’n’Roll macht man ja nicht alleine.

Wider Erwarten steppte in Brig nicht der Bär und so plünderten wir den Selecta-Automaten. Maybe Baby tönte fancy klang interessant aber 5.40 reichten dafür nicht. Stattdessen kauften wir ein Twix, M&Ms und eine Packung Gummihamburger, purer Rock’n’Roll eben. Fertig, das ist die ganze Geschichte. Ich fühle mich wild.

Wer kreative Ideen für mehr Rock’n’Roll in meinem Leben hat, der möge mir einen Kommentar hinterlassen. Jetzt noch ein Glas Wasser und dann ab ins Bett. Morgen geht’s wieder richtig ab.

Gadgetaskese

Nie werde ich ein Apfelblogger sein, wahrscheinlich auch kein Androidenblogger. Ich werde mich selten über Kameras, Netbooks und Tablets auslassen weil mich der Plunder nicht mehr interessiert.

Die Ursache ist eine Gadgetaskese die ich mir vor Jahren auferlegt habe. Gründe dafür gab und gibt es viele:

  • Ökologie. Von grauer Energie über Batterien bis zum aufwändigen Recycling; Gadgets haben eine schlechte Ökobilanz.
  • Soziale Verantwortung. Menschen die Gadgets herstellen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, vom Rohstoffabbau bis zur Montage.
  • Gesundheit. Gadgets produzieren magnetische Felder und sind versetzt mit giftigen Weichmachern und Brandhemmern.
  • Finanzen. Gadgets kosten Geld, vor allem dann, wenn man sie als erster haben will, obwohl man sie eigentlich gar nicht bräuchte.

Die Gadgetaskese ist mein persönlicher Beweis, dass sich ein Mensch aus eigener Überzeugung ändern kann. Dies gerade weil ich früher verrückt war nach Hitech. Mit 17 kaufte ich eine teure Hi-8 Videokamera, die ich kaum benutzte und nach dem einsetzenden Digitalboom auch nicht mehr verkaufen konnte. Danach legte ich mir ein Psion PDA zu, das mir wider Erwarten auch nicht lange Freude bescherte. Etwas musste sich ändern.

Erstaunlich wie Verzicht die Zufriedenheit fördert. Heute fühle ich mich glücklicher als früher mit all den Spielsachen. Dabei verhalte ich mich lediglich gemässigt, denn ich besitze nach wie vor elektronische Geräte:

  • Ein 6-jähriges Notebook das meinem Arbeitgeber gehörte
  • Ein geschenkter Bildschirm und eine gebrauchte externe Festplatte
  • Ein älteres Android Handy mit guten aber günstigen Kopfhörern
  • Eine Spiegelreflexkamera mit dem Nötigsten an Zubehör
  • Eine Stereoanlage die mir seit 15 Jahren gehört und eine weitere alte Stereoanlage mit Plattenspieler, die ich gebraucht gekauft habe

Ich besitze dagegen bewusst keinen Fernseher, Drucker, Scanner, keine Mikrowelle, kein Tablet, Netbook, MP3-Player, … Es hat seine Zeit gebraucht aber heute löst weder der Besuch im Mediamarkt noch Daydeal einen Kaufwunsch in mir aus.

Trotz Askese entgeht mir nichts an Funktionalität. Ich kann tolle Fotos machen, Musik hören und einen Computer habe ich ja auch. Ich verzichte lediglich auf Dinge die ich nicht benötige, auf etwas Komfort und auf den neusten Schrei der Technologie. Und wirklich, es geht mir gut. So, jetzt ein Schluck Wasser.

Public Eye on #Blogcampswitzerland

mcschindler Es werden künftig weniger, aber dafür hochwertige private Blogs überleben sagt @pixelfreund #bcch5

Aufgescheucht durch diesen Tweet schreibe ich diesen hochwertigen Beitrag. Eh ja, auch mein Blog kämpft ums Überleben.

Da reden am #Blogcampswitzerland Kenner zu spannenden Themen während der @souslik zu Hause rumlungert. Ich Idiot! Diese Form von Organisationsschwäche passiert mir nicht zum ersten mal, aber nun erinnert mich Twitter alle 3 Minuten dran. #Salz #Wunde

Als Notlösung habe ich die Gegenveranstaltung Public Eye on #Blogcampswitzerland ins Leben gerufen. Sie findet hier bei mir im Bett statt. WENN ICH MIR SCHON DEN ARSCH AUFREISSE, DANN WILL ICH NICHT AUCH NOCH AUFSTEHEN MÜSSEN.

Eingetroffen sind bisher erst die Nachbarskatze und eine Stubenfliege, die leider schon wieder gehen musste. Das tönt jetzt nicht nach viel aber auch hier zählt die Qualität. Ich muss jetzt mit der Keynote beginnen, die Katze befreit sich langsam aber sicher vom Klebeband. Man reiche mir ein Wasser.