Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Brot auf dem Brett

Zum Geburtstagsfest der Brüder Vielarbeit und Wenigzeit erscheint Cousin Nochmehrarbeit. Dem seit Beginn anwesenden Kollegen Übersicht verleidet die Party und er macht einen französischen Abgang. Kurz darauf übergibt sich Priorisierung auf dem WC. Ihm war schon seit Stunden übel. Überraschend schaut spät am Abend auch noch der verschollen geglaubte Chaos rein und benimmt sich, als hätte er nichts dazu gelernt.

Avoir du pain sur la planche.

Brot auf dem Brett haben, so nennen wir bei Puzzle ITC dieses Problem. Oder zumindest die erste Stufe davon, viel Arbeit bei wenig Zeit. Wir ergreifen dann Massnahmen, um die weiteren Stufen zu vermeiden.

Diesen Mittwoch organisieren Tinu, Bruno und ich für unsere Kollegen einen Miniworkshop zum Thema Zeit- und Taskmanagement. Dabei wollen wir Tipps und Tricks austauschen. Wir werden uns gegenseitig Werkzeuge vorstellen wie Remember the Milk und Bücher wie Getting Things Done. Wir werden darüber philosophieren, wie wir die knappe Zeit einteilen und wie wir das noch besser tun können. Best Practices, sagt der Angelsachse.

Jetzt benötige ich eure Hilfe um das Programm abzurunden. Es gibt Leute, die nennen das Crowdsourcing oder Followerpower. Was sind eure Tipps fürs perfekte Zeit- und Taskmanagement? Wie seid ihr organisiert, welche Werkzeuge verwendet ihr und welche Bücher könnt ihr empfehlen? Selbstverständlich verblogge ich hinterher auch die Erkenntnisse aus unserem Workshop. Trinken wir ein Glas Wasser auf dieses Followercrowdpowersourcing.

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Kommentare zu: "Brot auf dem Brett" (31)

  1. Meine wichtigste Einsicht: Es existiert kein Zeitmanagement. Zeit ist einfach da, jeden Tag gleich viel. Vielmehr sollte der Fokus auf das Selbst-Management gerichtet sei. Daher die Frage: Warum fokussiert man wie auf was?

    Alles klar?

    • Du hast natürlich recht, Selbstmanagement ist begrifflich präziser. Lass rollen falls du gute Tipps zum Selbstmanagement hast.

  2. Für Leute in Führungsposition kann ich The One Minute Manager höchst empfehlen, und mehr noch The One Minute Manager Meets the Monkey … die beiden Bücher haben mich auf wundervolle Weise gelernt nicht die Arbeit meiner Studenten zu machen. Delegieren ist mehr als nur Abschieben. Kenneth Blanchard hat dieses wundervolle Bild eines Affen der auf der Leute Schultern sitzt und zu dir überspringt, und lehrt wie man mit einfachen One Minute Tasks die Affen dort behält wo sie hingehören.

  3. Mättu schrieb:

    Ich benutze auf dem Mac, iPhone und iPad „Things“ – http://culturedcode.com/things/

  4. Was mir immer sehr hilft, ist eine tägliche ToDo Liste jeweils morgens auf den Weg zur Arbeit zu erstellen. Die habe ich dann den ganzen Tag vor meinen Augen und arbeite Punkt für Punkt ab. Das ist mein Minitimemanagement.

    • Danke. So etwas ähnliches habe ich auch schon versucht und war dann nicht ganz konsequent genug in der Umsetzung. Eine Zeit lang hat das aber super funktioniert.

  5. Wolfgang Freitag schrieb:

    Task-Coach – weil auf Win, linux und iPhone/Mac
    Hat aber natürlich auch Schwächen, wird aber gut weiterentwickelt. Praktisch: drag’n’drop von Mails, die sich dadurch tasks zuordnen lassen. Mittlerweile durch das Vorgänger-Prinzip ein bisschen Gannt-Funktionalität.

    Leider suche ich aber immer noch den Stein der Weisen – die perfekte Projektplanung inkl. Mail-/Kalenderschnittstelle.
    Web-based tools sind halt meist eher technisch

    To-do-List schaut noch interessant aus.

    Wichtiger ist aber, wie ich auch aus den vlogzeilen lese, eine _Idee_, wie man mit den tools speditiv schafft – ich kann es noch nicht so, wie ich möchte.

    Getting-things-Done hätte mich interessiert, schade, kann ich nicht zu dem Vortrag kommen.
    Viel Vergnügen

    • Kennst du Remember The Milk? Ein ziemlich mächtiger Online-Taksmanager der trotzdem sehr einfach bedienbar ist. Man kann mit Remember The Milk vor allem sehr schnell arbeiten, wenn man Tastaturbefehle verwendet.

  6. Wolfgang schrieb:

    Nachtrag…

    Ach, ist eh ein interner Workshop, sehe ich grad.

    Hier noch der Link zum To-do-List Programm
    http://www.codeproject.com/KB/applications/todolist2.aspx

    Taskcoach findet man via google leicht

    • Intern und extern verschmilzt ja immer mehr. Wir sind flexibel. :-)

      Vielen Dank für die Tipps und den Link. Werde mir das alles anschauen.

  7. jardinduvin schrieb:

    ❒ blogbeitrag auf souslik.ch

    ich bin der klassische checklisten-typ. jeden morgen erstelle ich eine handgeschriebene To-Do-List, die ich dann abarbeite. (im büro, versteht sich)
    es gibt nichts schöneres, eines nach dem anderen von hand abzuhaken. man sieht am ende des tages, was man geleistet hat.
    Privat nutze ich div. Apps. Ich mag die App „UYH Gold“. Steht für „use your hand“.
    ist halt eine normale todo-list, nur kann man diese persönlich ein wenig gestalten inkl. handschrift. gefällt mir ganz gut. aufgeteilt in verschiedene kategorien (schule, familie etc…) aber auch als einkaufsliste. es gibt sicher effizientere checklisten, aber ich steh halt den self-made-groove.

    ☑ blogbeitrag auf souslik.ch

  8. […] Drüben bei mir brauche ich eure Hilfe. Wie organisiert ihr eure Zeit und eure Arbeit? Was für Werkzeuge helfen euch dabei? In den Kommentaren findet ihr schon einige gute Hinweise und ich freue mich über viele weitere Ideen. Hier geht’s lang. […]

  9. grundsätzlich gilt es die arbeiten ja mal zu priorisieren, evt. im team, manche sachen erledigen sich dann plötzlich von selbst. delegieren ist tatsächlich wichtig, wie schon weiter oben erwähnt.
    ich bin auch nicht so konsequent mit der to-do-liste und das chaos nimmt dann schnell überhand. so trage ich meine endtermine von wirklich wirklich dringenden sachen im outlook ein und lass mich täglich daran erinnern.
    und wenns ganz übel wird, nehm ich einen tag auszeit und arbeite von zu hause aus, das gibt mehr luft, weil keine telefone, keine gespräche mit kollegen, keine sonstigen störungen.

  10. Wenns eine ToDo Liste sein soll, die Online und als App erhältlich sein soll, kann ich TeuxDeux.com vorschlagen. Aus meiner Sicht sehr gut gemacht.

  11. Ich finde die 30-Sekunden-Regel super. Alles was in max. 30 Sekunden erledigt werden kann sollte man gerade erledigen. Funktioniert übrigens auch sehr gut im Haushalt!

  12. Die Klassiker nicht vergessen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip
    http://www.youtube.com/watch?v=_mMsHx3QZRs

    Und es gilt die einfache Regel: Man muss es tun.
    EIN Werkzeug auswählen, sofort beginnen und mindestens zwei Wochen hartnäckig durchziehen, denn in der Regel kostet es am Anfang mehr Zeit, als dass es Zeit spart. Man muss sich auch etwas Lernzeit zugestehen.

  13. Danke @schardää, @pipistrella, @mororu, @Arcusfliegerin und @Gabriela, super Inputs. Interessant wie jeder etwas anders mit Zeit und Tasks umgeht und sich doch die Erkenntnisse gleichen.

  14. Meine persönliche Erkenntnis ist, dass man sich beim führen von Tasks nicht verzetteln darf. Alle Taks an einem einzigen Ort führen (egal ob elektronisch oder auf Papier) und konsequent mit dieser Liste arbeiten.

    Diese Konsequenz wird in hektischen Zeiten auf die Probe gestellt. Die Verlockung ist dann gross, die Zeit fürs Führen der Taskliste einzusparen. Kurz darauf klopft auch schon Kollege Chaos an die Tür.

    Deckt sich recht stark mit dem, was Gabriela Seglias oben gesagt hat. Ich nehme mir ab sofort vor, die Pflege meiner Taskliste nie mehr zu vernachlässigen.

  15. ich habe schon ein Vermögen für GTD-Apps ausgegeben. schlussendlich scheiterts bei mir daran, dass ich keine Zeit habe, Listen anzulegen und zu pflegen. ich wandle seit Jahren auf Glatteis. irgendwann brichts wohl. als einziges Hilfsmittel habe ich nen Kalender, in dem steht was ich bis wann machen muss. also ein digitaler. Sitzungstermine und Deadlines. dazwischen jongliere ich. ächz.

  16. Sehr vieles wurde bereits gesagt. Ich habe vielleicht noch als Ergänzung ein Prinzip, das ebenfalls herangezogen werden kann um die Aufgaben etc. zu priorisieren.

    –> Das Eisenhower Prinzip. (Wichtigkeit vs. Dringlichkeit)

    Anbei der Link zum Prinzip:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip

  17. @dworni
    Mir gings genauso, erst mit TeuxDeux hab ich mittlerweile immer Ordnung in meinen Tasks. Ich kann es nur empfehlen.

  18. Vielen Dank auch noch für die letzten Inputs. Ihr seid grossartig.

    Wir hatten heute einen guten Miniworkshop und ich habe mir persönlich vorgenommen, das Thema Zeit- und Taskmanagement wieder seriöser anzugehen.

  19. Oh und ich komme zu spät. Habe vorhin noch den Link hier http://designshack.co.uk/articles/business-articles/20-outstanding-tools-to-maximize-your-time gefunden und dachte er passt gut zum thema

    Ich persönlich versuche mich mit Tasklisten (rememberthemilk) und einem Arbeitsblock (der dann irgendwie auch miene Dokumentation (oder die Vorlage davon) ist)

    Zeit hat jeder gleich viel 24H pro Tag und das ungefähr 365 Mal pro Jahr. Was man damit Anfängt ist immer auf die Person zugeschnitten…

    Mr. 80/20 Pareto kann einem viel helfen, denn nicht alles muss immer 100% Perfekt sein. Zudem kann man schon viel erreichen wenn man einfach mal Anfängt ohne gross zu Planen und Studieren (rollende Planung). Dies eignet sich vorallem bei kleinen Sachen. In diesem Sinne… get it done!

  20. Komme auch zu spät, aber als stille Leserin spielt das eh keine Rolle. Und lieber spät als nie, denn es lohnt sich wirklich, sich irgendwann mal kurz mit „Zen to done“ zu beschäftigen (eine aufs Realistische abgespeckte GTD-Version), die ansprechendsten Dinge davon zu verinnerlichen und in der verbleibenden Zeit das Leben zu geniessen.

  21. Vielen Dank Bastian und .liv für die nachträglichen Kommentare. Zu spät seid ihr nicht, das ist ja jetzt archiviert, in diesem verrückten Internet und vielleicht hilft diese spontane Sammlung hier von Zeit zu Zeit jemandem. Ich persönlich werde mich auch immer mal wieder von den verschiedenen Anregungen inspirieren lassen.

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