Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Archiv für September, 2010

Gadgetaskese

Nie werde ich ein Apfelblogger sein, wahrscheinlich auch kein Androidenblogger. Ich werde mich selten über Kameras, Netbooks und Tablets auslassen weil mich der Plunder nicht mehr interessiert.

Die Ursache ist eine Gadgetaskese die ich mir vor Jahren auferlegt habe. Gründe dafür gab und gibt es viele:

  • Ökologie. Von grauer Energie über Batterien bis zum aufwändigen Recycling; Gadgets haben eine schlechte Ökobilanz.
  • Soziale Verantwortung. Menschen die Gadgets herstellen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, vom Rohstoffabbau bis zur Montage.
  • Gesundheit. Gadgets produzieren magnetische Felder und sind versetzt mit giftigen Weichmachern und Brandhemmern.
  • Finanzen. Gadgets kosten Geld, vor allem dann, wenn man sie als erster haben will, obwohl man sie eigentlich gar nicht bräuchte.

Die Gadgetaskese ist mein persönlicher Beweis, dass sich ein Mensch aus eigener Überzeugung ändern kann. Dies gerade weil ich früher verrückt war nach Hitech. Mit 17 kaufte ich eine teure Hi-8 Videokamera, die ich kaum benutzte und nach dem einsetzenden Digitalboom auch nicht mehr verkaufen konnte. Danach legte ich mir ein Psion PDA zu, das mir wider Erwarten auch nicht lange Freude bescherte. Etwas musste sich ändern.

Erstaunlich wie Verzicht die Zufriedenheit fördert. Heute fühle ich mich glücklicher als früher mit all den Spielsachen. Dabei verhalte ich mich lediglich gemässigt, denn ich besitze nach wie vor elektronische Geräte:

  • Ein 6-jähriges Notebook das meinem Arbeitgeber gehörte
  • Ein geschenkter Bildschirm und eine gebrauchte externe Festplatte
  • Ein älteres Android Handy mit guten aber günstigen Kopfhörern
  • Eine Spiegelreflexkamera mit dem Nötigsten an Zubehör
  • Eine Stereoanlage die mir seit 15 Jahren gehört und eine weitere alte Stereoanlage mit Plattenspieler, die ich gebraucht gekauft habe

Ich besitze dagegen bewusst keinen Fernseher, Drucker, Scanner, keine Mikrowelle, kein Tablet, Netbook, MP3-Player, … Es hat seine Zeit gebraucht aber heute löst weder der Besuch im Mediamarkt noch Daydeal einen Kaufwunsch in mir aus.

Trotz Askese entgeht mir nichts an Funktionalität. Ich kann tolle Fotos machen, Musik hören und einen Computer habe ich ja auch. Ich verzichte lediglich auf Dinge die ich nicht benötige, auf etwas Komfort und auf den neusten Schrei der Technologie. Und wirklich, es geht mir gut. So, jetzt ein Schluck Wasser.

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Schulfernsehen für Stadtkinder – Kühe

Liebe Kinder aus der Stadt. Heute lernen wir wo das Fleisch, die Milch und dem Papa ihm sein Ledercase für’s iPad herkommen.

Der Onkel @souslik scheut keine Mühen um euch die Welt zu erklären. Am Sonntag ist er aufs Land gefahren, denn dort gibt es Kühe. Kühe schauen aus wie Grossmutters Dackel auf Ritalin, nur viel grösser. Hier ein Video:

Falls euch das Video nicht gefällt, dann lasst euch von Mama und Papa erklären, wie verdammt teuer eine professionelle Produktion ist. Ihr könnt auch gerne Geld einschicken damit das nächste Video Ton hat.

Egal. Unten an der Kuh kommt Milch raus. Wenn ihr Milch nicht so doll mögt, dann könnt ihr die Kuh auch essen, denn sie besteht fast nur aus Fleisch. Dazu müsst ihr sie erschiessen und in kleine Stücke schneiden. Fertig.

Ach ja, aus dem Kopf macht man Gummibärchen. So, und jetzt hört auf zu weinen und bringt dem @souslik bitte ein Wasser, damit er die Kuhsch*#%& von seinen Schuhen waschen kann.

Public Eye on #Blogcampswitzerland

mcschindler Es werden künftig weniger, aber dafür hochwertige private Blogs überleben sagt @pixelfreund #bcch5

Aufgescheucht durch diesen Tweet schreibe ich diesen hochwertigen Beitrag. Eh ja, auch mein Blog kämpft ums Überleben.

Da reden am #Blogcampswitzerland Kenner zu spannenden Themen während der @souslik zu Hause rumlungert. Ich Idiot! Diese Form von Organisationsschwäche passiert mir nicht zum ersten mal, aber nun erinnert mich Twitter alle 3 Minuten dran. #Salz #Wunde

Als Notlösung habe ich die Gegenveranstaltung Public Eye on #Blogcampswitzerland ins Leben gerufen. Sie findet hier bei mir im Bett statt. WENN ICH MIR SCHON DEN ARSCH AUFREISSE, DANN WILL ICH NICHT AUCH NOCH AUFSTEHEN MÜSSEN.

Eingetroffen sind bisher erst die Nachbarskatze und eine Stubenfliege, die leider schon wieder gehen musste. Das tönt jetzt nicht nach viel aber auch hier zählt die Qualität. Ich muss jetzt mit der Keynote beginnen, die Katze befreit sich langsam aber sicher vom Klebeband. Man reiche mir ein Wasser.