Ein Twitterer aus Bern unter Pandas in Zürich

Auf Traumjobsuche

Vor wenigen Wochen habe ich meine Stelle als Kommunikationsmensch -buddhist beim besten IT-Dienstleister aller Zeiten (Puzzle ITC) gekündigt. Nun halte ich Ausschau nach einem neuen Arbeitgeber, der mir ab 1. März 2011 abwechslungsreiche Aufgaben überträgt. Ich nenne es die Suche nach dem Traumjob.

Natürlich erwarte ich nicht, dass mir dank diesem Blogbeitrag der gebratene Tofu in den Mund fliegt. Ich werde Stellenausschreibungen durchforsten, Bewerbungen verschicken und hoffen. Dennoch: Immer mal wieder ist der klassische Weg nur einer von vielen. Und vielleicht kennt jemand von euch einen netten Chef, der gerade enthusiastische Kommunikationsmenschen -zenmönche sucht. Für diesen Fall habe ich auf der Hinterseite meines Blogs ein kurzes Online-CV gezimmert.

Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben oder noch helfen werden. Ich bin gespannt, was das Leben mit mir vor hat und aus wessen Wasserspender ich ab März trinken werde.

Edit: Stefan Herrmann als Komm-Dalailama hat natürlich treffend angemerkt, dass es nicht “Kommunikationsmensch” heisst.

Pandashopping

Die älteren unter euch erinnern sich noch daran, wie ich sechs Wochen vegan lebte. Das war irgendwann vor der letzten Sonnenfinsternis.

Damals realisierte ich, irgendwo zwischen Tofu und Gemüse, wie wenig wir über unser Essen wissen. Verpackte Lebensmittel zeigen uns zwar ihre Zutaten, vor dem Herstellungsprozess aber hängt der Vorhang der Ahnungslosigkeit.

Eine kurze Milchbüechlirechnung ergibt, dass ich für Lebensmittel im Jahr zwischen ein und zwei Monatslöhne ausgebe. Mit diesem Budget obliegt mir als Konsument eine ethische Verantwortung, die ich heute mit schwachem Informationshintergrund wahrnehmen muss.

Zum Glück gibt es Hilfsmittel. So zum Beispiel die WWF Ratgeber App für iPhone und Android. Sie zeigt mir, wo ich ein Goût Mieux Restaurant finde, welche Labels empfehlenswert sind und welche Gemüse und Früchte derzeit reifen. Ich esse keinen Fisch. Täte ich das, so zeigte mir die App, welche Fische sich derzeit lieber vermehren als via Filetmesser auf meinen Teller zu hüpfen. Nach Durchsicht der Liste kann ich mir nicht vorstellen, wie ein Konsument ohne solch ein Hilfsmittel verantwortungsvoll Fisch kaufen kann.

Auch Migipedia ist ein wertvolles Projekt. Zwar liefert die Migros dort selber wenig Informationen, bietet ihren Kunden aber eine Plattform, um sich über Produkte auszutauschen. Das ist ehrenhaft, denn die Migros erlaubt damit auch kritische Kommentare.

Was freilich noch fehlt, ist eine umfassende Datenbank mit offenen Schnittstellen. Ich möchte mit meinem Telefon den Barcode eines Produktes einscannen und damit alle Details zu dessen Herstellung finden. Natürlich inklusive Informationen von Drittorganisationen, zum Beispiel der Einschätzung des WWF zu einem bestimmten Fisch.

Ich weiss allerdings noch nicht, wie ich den Barcode von Wasser aus dem Wasserhahn einscannen könnte.

it hurts not much

herr tschannen hat gesagt, ich soll etwas lustiges über kühe schreiben.

aber eigentlich möchte ich lieber von susi schreiben. kennen sie susi? bestimmt kennen sie susi! die ganze welt kennt sie. denn sie klingt laut und einprägsam aus der rauchigen stimme eines mannes:

„don’t let go, never give up it’s such a wonderful life!“

ich möchte von susi schreiben. von susi singen. ich möchte susi sein. susi, wie sie den gebrochenen family-man an die wand wirft, wie die küsse burn like fire. ich möchte im regen stehen – in susis körper. ihre leidenschaft meine werden lassen. ich möchte wieder teenie sein! naiver, lustgesteuerter, von pickeln geplagter teenie im rausch des liebesfeuers!

hurts hats geschafft! die geschniegelten herren in ihren properen anzügen haben das geschafft, was noch keiner vor ihnen geschafft hat. die hausfrauen hängen an ihren lippen, die teenies an den knackigen popobacken, die balkanländer an ihren flachen hinterköpfen, die hitparadenhörer an ihren beats. und ich… ich hänge an ihren anzügen, an ihren worten, an ihren klängen. aber vor allem, hänge ich an ihrer gnadenlosen, sich versprühenden und infiltrierenden schwarzen hoffnung. ich tanze mit ihnen. ich schwimme mit ihnen. ich gehe mit ihnen auf. und unter.

der regen tropft mir von der stirn, von den lippen. ich spüre die dunkelheit in der gasse. eine zerrissenheit. das lachen im mundwinkel, eine träne im auge. und eine unaufhaltsame macht steigt in mir auf: wenn ich explodiere, dann bin ich frei.

don’t let go.

Revenge ist eines meiner Liebligsvideos der Niederländer Künstler Lernert & Sander.

Dieser Blogbeitrag hat einen Bruderpost auf hosae & friends | Yeah.

Eventualvorsatz

Ab und zu nehme ich mir für das neue Jahr tolle Dinge vor. Meistens ein paar Tage vor dem Jahreswechsel, damit ich die Machbarkeit während der Altjahrswoche prüfen kann. Der Vorsatz für 2011 war schnell gefunden:

Nach Mitternacht nicht mehr am Computer sitzen.

Klingt vernünftig, scheiterte aber bereits am ersten Abend der Testwoche. Also beerdigte ich die Idee und formulierte die nächste:

Meine Freizeit besser einteilen.

Ja. Unglaublich. Sowas schwammiges. Ich suche ihn also nach wie vor, den perfekten Vorsatz für 2011. Und während ich so suche, wundere ich mich, was sich gescheitere Leute vornehmen. Was sind eure Vorsätze? Ich rechne jetzt mit hunderten von Kommentatoren, die sagen, dass Vorsätze doof sind. Das würde mir die Sache irgendwie erleichtern.

Zwei weitere Ideen stehen bereits in meinem Notizbuch:

An 6 von 7 Tagen vegan essen.

Noch mehr Wasser trinken.

Prunios Tipps

Liebe Freunde und solche, die es werden wollen. Heute lernen wir Prunio kennen. Prunio arbeitet gerne. Jaaa das gibt es. Alle, die jetzt staunen, stellen sich für 5 Minuten in die Ecke und denken über ihren Job nach.

Wenn der Prunio arbeitet, dann will er das ganz besonders gut machen. Darum probiert er immer wieder Dinge aus, die ihm bei der Arbeit helfen: laute Kopfhörer, lustige Websites oder bunte Bücher. Und weil der Prunio ein richtiges Trüffelschwein ist, darf er seine Fundstücke natürlich nicht für sich behalten. Also ist der Prunio Blogger geworden und präsentiert auf prunio.com alles, was er toll findet.

Wenn ich jetzt ganz lieb bin, darf ich vielleicht irgendwann beim Prunio einen Gastbeitrag veröffentlichen. Ich würde über Wasser schreiben.

Geschenkestress

Liebe Freunde. Drei Wochen war ich jetzt mit Schiessen und Nachladen beschäftigt. Nun ist es an der Zeit, wieder Gutes zu tun.

Der weihnächtliche Geschenkestress hat mich schon immer belastet. Und wofür? Um als Schenkender Dinge zu kaufen, die der Beschenkte nicht braucht, sonst hätte er sie ja selbst gekauft. Klar ist das plakativ, vielleicht ist meine Sicht etwas extrem, weil ich ein schlechter Schenker bin. Dennoch, viele Leute wie ich beschenken andere auch deshalb, weil sie sich dazu verpflichtet fühlen. Dabei habe ich im Prinzip nichts gegen Geschenke. Ich finde aber kleine spontane Geschenke schöner als diese Zwangsrituale an Weihnachten und Geburtstagen.

Himmel, wie kann man nur so lamentieren. Was ich eigentlich sagen will: Ich finde es sehr befriedigend, das für Geschenke budgetierte Geld an wohltätige Institutionen zu spenden. Von mir gibt es diese Weihnachten also höchstens kleine Aufmerksamkeiten. Umgekehrt freue ich mich natürlich auch, wenn jemand eine Spende tätigt, statt mir etwas zu kaufen. Frei nach dem Motto ich brauche keinen Wein, ich mag Wasser. Eure Meinungen, inklusive Beschimpfungen von nicht beschenkten Personen, sind natürlich jederzeit willkommen.

Gedanken zum Militär

Ich bin diese Tage im Militär und weiss nicht recht wieso. Weil ich muss, lautet die einfache Antwort, aber das stimmt nur zur Hälfte. Jeder kennt die Tricks um nicht zu müssen und inzwischen existiert mit dem Zivildienst auch eine offizielle Alternative. Das klingt verlockend, denn dieses Militär entspricht nicht meiner Ethik. Doch es entspricht ebenfalls nicht meiner Ethik, das Militär denen zu überlassen, die gerne Krieg spielen.

Und dann ist da noch ein persönlicher Nutzen. Ich fahre einmal pro Jahr in Zwangsurlaub, befasse mich mit völlig neuen Problemen, spreche mit ganz verschiedenen Menschen und führe einen komplett anderen Job aus. Das ist nicht nur lehrreich, sondern macht manchmal sogar ein wenig Spass.

Trotzdem, ich überlege mir schon seit einiger Zeit, ob ich meine restlichen Diensttage im Zivildienst verbringen soll. Eine Tätigkeit, die sich mit meinen Überzeugungen deckt, würde mir wohl doch mehr Befriedigung geben.

Im Militär trinkt man übrigens nicht Wasser sondern Tee. Das ist so weil ist so.

Pandas streicheln

Mutter Natur, ich muss beichten: Bis gestern Abend war ich nicht Mitglied des WWF. Ich führte ein wildes Leben mit ständig wechselnden Onenightspenden ohne Verpflichtung. Doch nun bin ich bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Lieber WWF, ja ich will!

Wer sich auch ökoromantisch fühlt, der kann bequem online in den heiligen Bund der Natur treten. Lasset uns feiern, ich habe extra eine Flasche vom guten Wasser kalt gestellt.

Brot auf dem Brett

Zum Geburtstagsfest der Brüder Vielarbeit und Wenigzeit erscheint Cousin Nochmehrarbeit. Dem seit Beginn anwesenden Kollegen Übersicht verleidet die Party und er macht einen französischen Abgang. Kurz darauf übergibt sich Priorisierung auf dem WC. Ihm war schon seit Stunden übel. Überraschend schaut spät am Abend auch noch der verschollen geglaubte Chaos rein und benimmt sich, als hätte er nichts dazu gelernt.

Avoir du pain sur la planche.

Brot auf dem Brett haben, so nennen wir bei Puzzle ITC dieses Problem. Oder zumindest die erste Stufe davon, viel Arbeit bei wenig Zeit. Wir ergreifen dann Massnahmen, um die weiteren Stufen zu vermeiden.

Diesen Mittwoch organisieren Tinu, Bruno und ich für unsere Kollegen einen Miniworkshop zum Thema Zeit- und Taskmanagement. Dabei wollen wir Tipps und Tricks austauschen. Wir werden uns gegenseitig Werkzeuge vorstellen wie Remember the Milk und Bücher wie Getting Things Done. Wir werden darüber philosophieren, wie wir die knappe Zeit einteilen und wie wir das noch besser tun können. Best Practices, sagt der Angelsachse.

Jetzt benötige ich eure Hilfe um das Programm abzurunden. Es gibt Leute, die nennen das Crowdsourcing oder Followerpower. Was sind eure Tipps fürs perfekte Zeit- und Taskmanagement? Wie seid ihr organisiert, welche Werkzeuge verwendet ihr und welche Bücher könnt ihr empfehlen? Selbstverständlich verblogge ich hinterher auch die Erkenntnisse aus unserem Workshop. Trinken wir ein Glas Wasser auf dieses Followercrowdpowersourcing.

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